Dornahof in Ravensburg – Wir gratulieren zur Fertigstellung der Sanierungsarbeiten

Am 6. März 2020 sind wir einer Einladung des Dornahofs in Ravensburg zum Tag der offenen Tür gefolgt und haben, gemeinsam mit vielen anderen Vertreter*innen von zivil-gesellschaftlichen Organisationen, Parteien, Kirchen, etc., die Fertigstellung der Sanierungsarbeiten zelebriert. Wir begrüßen die Fertigstellung, jedoch muss man auch hier das Kind beim Namen nennen: Der Mangel an bezahlbaren Wohnraum in Ravensburg ist dramatisch und Folge eines jahrelangen Politikversagens im Bereich der Wohnungspolitik. Die Nachfrage für Hilfsangebote, wie sie vom Dornahof angeboten werden, steigt signifikant und darf nicht zum Normalzustand werden.

Denn es darf nicht vergessen werden: Arme, Studierende, Menschen mit geringem Einkommen, Rentnerinnen und Rentner werden verdrängt und sind auf etwaige Hilfsangebote angewiesen. Und auch für Menschen mit mittlerem Einkommen wird es eng! Immer mehr Anteile von Lohn und Gehalt müssen fürs Wohnen aufgebracht werden und fehlen an anderer Stelle. Die Angst, sich keine Wohnung mehr leisten zu können, verunsichert viele Menschen. Die Mietpreisbremse der Regierung ist wirkungslos: Sie hat die Explosion der Mieten nicht stoppen können, was sich vor allem in Ravensburg, welches mittlerweile Platz 25 der bundesweit höchsten Mieten belegt, zeigt. Aber auch der soziale Wohnungsbau ist weiter im Niedergang, wovon der gesamte Landkreis nicht verschont ist. 

Die Mieten steigen, weil die Spekulation den Wohnungsmarkt erreicht hat: Das Kapital walzt durch die Städte. Nach der Finanzkrise und angesichts von niedrigen Zinsen suchen internationale Immobilienfonds und Finanzfirmen nach neuen Profitmöglichkeiten: Sie kaufen Mietshäuser und »modernisieren die Mieter heraus«: Die Bestandsmieten steigen, bei Neuvermietung oder Umwandlung in Eigentumswohnungen winken große Gewinne. Die Krise auf dem Wohnungsmarkt braucht entschlossene und schnell wirksame Maßnahmen. Es müssen Instrumente geschaffen werden, um überhöhte Mieten zu senken und Höchstmieten festzulegen.

DIE LINKE stellt die Interessen der Mieterinnen und Mieter in den Mittelpunkt. Wir unterstützen Mieterinnen und Mieter, die sich gegen Mietwucher und Verdrängung wehren! In den meisten Städten gibt es inzwischen zahlreiche Initiativen, die um ihre Häuser, ihren Stadtteil, die für das Recht auf Stadt kämpfen. Die LINKE ergreift Partei für Mieterinnen und Mieter und ist Partnerin der mietenpolitischen Bewegung. Wohnen ist ein Menschenrecht, das nicht dem Markt überlassen werden darf.

Zum ausführlichen Bericht über den Tag der offenen Tür: https://www.dornahof.de/assets/php/CMS_DATA/1900/assets/5e67817fbb1a6.pdf

 

Weitere Informationen zur Mietenkampagne: 

Der Berliner Mietendeckel hat seinen ersten juristischen Härtetest überstanden. Das Bundesverfassungsgericht wies am Donnerstag einen Eilantrag von Vermietern ab, die unter anderem die Bußgeldvorschriften des Gesetzes außer Kraft setzen wollten.WEITERLESEN

Warum die Mietpreisbremse wirkungslos bleibt

Eine Argumentationshilfe von Caren Lay

Das Ziel der Mietpreisbremse, die Mietenexplosion aufzuhalten und die Verdrängung zu stoppen, wurde verfehlt. Das Mietrechtsanpassungsgesetz der Bundesregierung soll nachbessern, wird aber an der Wirkungslosigkeit der Mietpreisbremse nichts ändern. Warum die Mietpreisbremse ihren Zweck nicht erfüllt. ZUM DOKUMENT

Fünf-Punkte-Programm für bezahlbare Mieten

Die Mieten sind in den letzten zehn Jahren durchschnittlich um mehr als 20 Prozent gestiegen. Die Gehälter steigen langsamer. Mieter geraten unter Druck. Am härtesten trifft es Menschen mit geringem Einkommen in Städten, in denen die Mieten explodieren. Die EU tut dagegen nichts. Deshalb braucht es Ansätze, die im Interesse der Mieter*innen entwickelt werden. Unser Konzept erklärt in fünf Punkten, wie wir Wohnen europaweit bezahlbar machen können.WEITERLESEN

 

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