Über 300 Menschen setzen in Weingarten ein Zeichen gegen die AfD

Über 300 Menschen sind am vergangenen Sonntag, 05. Mai. 2019, unserem Aufruf gefolgt, um in ein Zeichen für eine offene und bunte Gesellschaft in Weingarten zu setzen. Vor dem Hintergrund eines Besuches der Fraktionsvorsitzenden der AfD, Alice Weidel, haben sich mehrere Hundert Menschen vor dem Kultur- und Kongresszentrum friedlich versammelt, um zu zeigen, dass Menschen, wie Weidel, keinen Platz in unserer offenen Gesellschaft haben.

Unter den vielen Teilnehmern fanden sich Anhänger*innen unterschiedlichster Organisationen, wie “Sinti Powerclub Ravensburg”, “Reclaim Your Streets”, “JUSOS Ravensburg”, “Keine Stimme für Rassismus”, und viele weitere. Wir freuen uns auch sehr, dass die Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Jessica Tatti , extra aus Reutlingen angereist ist, um uns solidarisch beim Protest zu unterstützen.

Zu sehen: Mitglieder des Kreisvorstandes, Kandidaten für den Kreistag, sowie mittig, Jessica Tatti, MdB DIE LINKE

Unser Spitzenkandidat zur Kreistagswahl im Wahlkreis Ravensburg, Enes Muric, hob die Bedeutung dieses Protestes in einem Interview mit der Schwäbischen hervor:

„Es ist sehr sehr wichtig, dass man ein Zeichen setzt. Menschen wie Alice Weidel, die öffentlich von Kopftuchmädchen, alimentierten Messerstechern und von Taugenichtsen reden und gegen andere Bevölkerungsgruppen hetzen, sind in Oberschwaben nicht willkommen. Wir wollen und werden immer wieder gegen die AfD mobil machen, damit diese Partei niemals zur Normalität wird und in Oberschwaben ankommt. Die AfD ist nicht Teil unserer offenen und vielfältigen Gesellschaft.“

Schwaebische Zeitung vom 6. Mai 2019

Wie sich im Anschluss herausstellte, verlief der Protest absolut friedlich und reibungslos. Leider mussten wir im Anschluss feststellen, dass eine Mitstreiter*in von der Polizei verhaftet wurde. Offiziell heißt es, dass diese gegenüber den Polizeibeamt*innen beleidigend wurde. Aus Kreisen der Mitstreiter*in erfuhren wir, dass diese angebliche Vorwurf so nicht stimmt. Ebenso ist uns ein Video zugespielt worden, in welchem zu sehen ist, wie Polizeibeamt*innen handgreiflich gegenüber den friedlichen Demonstrant*innen sind. Dabei wurden diese energisch von den Beamten*innen zurückgedrängt. Wir verurteilen solche Vorfälle und fordern, dass hier schleunigst Aufklärung geleistet wird.

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